Frauen in politischen Spitzenpositionen in der EU 2026

Allgemeines

Der Anteil der Frauen an den politischen Spitzenpositionen in den EU-Staaten sowie auf EU-Ebene hat sich insgesamt gegenüber dem Vorjahr eher negativ entwickelt.

So sind von den 21 gewählten Staatsoberhäuptern nunmehr drei weiblich (im Vorjahr waren es ebenso viele). Es sind dies die Präsidentinnen von Slowenien, Malta und Irland. Dies macht nunmehr einen Anteil von 14,3 % aus und bedeutet gegenüber dem Vorjahr einen Gleichstand.

Die Zahl der Regierungschefinnen in den EU-Staaten ist im letzten Jahr von auf 3 auf 4 gestiegen, prozentuell von 11,1 % auf 14,8 %. Dänemark, Italien und Lettland haben weiterhin eine Regierungschefin. In Litauen ist seit September 2025 wieder eine Regierungschefin an der Macht.

Die Zahl der weiblichen Regierungsmitglieder in den EU-Staaten (Seniorministerinnen) ist von 172 auf 151 gesunken, allerdings ist auch die Gesamtzahl der Seniorminister um 19 Personen gesunken. Der Prozentsatz ist aber auch mit nun 30,1 % gegenüber dem Vorjahr (33,0 %) gesunken.

Der Frauenanteil bei den Juniorministern beträgt 33,7 % und ist somit im Vergleich zum Vorjahr (37,6 %) gesunken. Von den insgesamt 496 Personen sind 167 weiblich. Im Vorjahr waren es 188 von insgesamt 500. Nach Finnland mit 63,6 % liegt Österreich mit 57,1 % (4 von 7) weiblichen Staatssekretärinnen bereits an 2. Stelle.

Wie im Vorjahr steht sowohl bei der EU-Kommission als auch im Europäischen Parlament eine Frau an der Spitze der jeweiligen Institution. Der Frauenanteil bei den Mandataren des Europäischen Parlament ist mit derzeit 39,3 % gegenüber dem Vorjahr mit 39,4 % marginal gesunken.

In den nationalen Parlamenten ist der Anteil der Frauen unter allen Mandataren der EU-Mitgliedsstaaten von 33,1 % auf 33,2 % marginal gestiegen; die Zahl der weiblichen Vorsitzenden der nationalen Parlamente beträgt mit 9 Frauen 33,3 % und stellt einen Gleichstand zum Vorjahr dar.

Bei den Regionalversammlungen (z.B. Landtage) hat sich der Frauenanteil von 36,3 % im Vorjahr auf 36,4 % marginal erhöht.

Bei den Regionalregierungen bzw. –verwaltungen ergibt sich ein kleines Plus gegenüber dem Vorjahr von 36,4 % auf 36,7 %. Erfreulich ist, dass in Österreich seit Juli 2025 neben Johanna Mikl-Leitner in Niederösterreich auch eine zweite Landeshauptfrau, nämlich Karoline Edtstadler in Salzburg, designiert wurde.

Der Bürgermeisterinnenanteil beträgt 18,9 % gegenüber 18,7 % im Jahr davor und hat somit erneut geringfügig zugenommen.

Der prozentuelle Anteil der weiblichen Mitglieder der Gemeinderäte der EU-Staaten mit 34,9 % stellt einen minimalen Anstieg im Vergleich zum Vorjahr dar, wo es 34,8 % Gemeinderätinnen gab.

Die genauen Details finden Sie in den Tabellen im PDF.